Pfragner

Im Mittelalter gab es klare Unterscheidungen zwischen den verschiedenen Handelsformen: Kaufleute standen in der Rangordnung ganz oben, dann kamen die Krämer und zuletzt die Pfragner. Sie waren Kleinhändler, vorwiegend im Lebensmittelbereich, aber auch viele andere Waren des täglichen Gebrauchs wurden von ihnen verkauft. In Nürnberg waren sie organisiert durch Eintragung in ein Meisterbuch, durften allerdings nur maximal zu zweit verkaufen und mussten ihre Verkaufsstände jeweils abends wieder wegräumen. Manchmal war dieser Kleinhandel ein Nebenerwerb zu einem ausgeübten Handwerksberuf.

Grab 77: Eberhard Finck/Vinck (Pfragner (Kleinhändler)) und Ehefrau Anna (Eberhard) Finck
[ Johannisfriedhof, Nürnberg ]
Grab 699: Lorentz Hetzer (Pfragner)
[ Johannisfriedhof, Nürnberg ]
Grab 810: Clement Gertzner, (Pfragner beim Sieben Thürnen)
[ Johannisfriedhof, Nürnberg ]
Grab 954: Thomas Gilg/Gylg (Pfragner)
[ Johannisfriedhof, Nürnberg ]
Grab 1809: Hans Schuster (Pfragner = Kleinhändler)
[ Johannisfriedhof, Nürnberg ]
Grab 1896: Hans Krummelbein (Pfragner)
[ Johannisfriedhof, Nürnberg ]
Grab 1995: Andreas Götz (Pfragner)
[ Johannisfriedhof, Nürnberg ]
Grab 2070: Conrad Holtzmann (Pfragner)
[ Johannisfriedhof, Nürnberg ]
Grab A 6a: Nicolaus Hintz (Pfragner und Saltzhändler)
[ Johannisfriedhof, Nürnberg ]
Grab A 18bc: Jacob Heindel (Pfragner)
[ Johannisfriedhof, Nürnberg ]
Grab D 51b: Hans Laßberger (Bürger und Pfragner)
[ Johannisfriedhof, Nürnberg ]
Grab P 65: Michael Stoy (Pfragner)
[ Johannisfriedhof, Nürnberg ]
Grab P 76: Martin Maurer (Düncher und Pfragner)
[ Johannisfriedhof, Nürnberg ]