Ägypten 2001

Ägypten zu Wasser und zu Land erkunden war das Ziel einer 10-tägigen Nilkreuzfahrt um Ostern 2001. Erholung auf den Flussstücken und Ausflüge ins Landesinnere sollten sich dabei abwechseln. Auch ein Besuch bei der wegen des Assuan-Stausees umgesetzten Tempelanlage von Abu Simbel war mit eingeplant.

Programmverlauf:

1. Tag/So. 08.04.2001: Anreise

Die Anreise erfolgte mit Egypt Air von Frankfurt nach Kairo. Dort wurden wir durch die Helios-Reiseleitung empfangen und zum Hotel gebracht. Zunächst waren drei Tage für Besichtigungen in und um Kairo eingeplant.

2. Tag/Mo. 09.04.2001: Gizeh – Dahschur – Sakkara

Am Vormittag machten wir uns auf den Weg zu den gewaltigen Pyramiden von Gizeh mit den Ruinen des Taltempels und der Sphinx. Sehr überraschend war die Tatsache, dass anders als von Bildern her vermutet, die Anlage nicht frei in der Landschaft steht. Die rasch wachsende Großstadt Kairo ist bereits recht nahe herangewachsen. Weiter ging die Fahrt nach Sakkara. Dort konnte man an den verschiedenen vorhandenen Stufenpyramiden die Entwicklung dieser Bauform gut erkennen. In der Nekropole von Sakkara besichtigten wir drei Grabanlagen und das Imhotep Museum.

3. Tag/Di. 10.04.2001: Stadtrundfahrt – Ägyptisches Museum

Der Tag begann mit einem Rundgang in Alt-Kairo. Wir besuchten die Stadt gelegenen Zitadelle mit der Alabastermoschee, kamen zur Sultan-Hassan-Moschee und zur Ibn-Tulun-Moschee. Der Nachmittag war einem Besuch des Ägyptischen Museums vorbehalten. Neben vielen funden aus ägyptischen Gräbern standen die Schätze aus dem Grab Tut-ench-Amuns im Mittelpunkt unseres Interesses. Den Tag beschloss dann ein Bummel über den Khan-el-Khalili-Bazar.

4. Tag/Mi. 11.04.2001: Kairo – Luxor und Karnak

Bereits am frühen Morgen verließen wir das Hotel für unseren Flug nach Luxor. Dort wurden wir auf das Schiff gebracht, das für die nächsten Tage unser Hotel darstellte. Am Nachmittag folgte ein Rundgang durch die Tempelanlagen von Luxor und Karnak mit den gewaltige Eingangspylonen und riesige Pharaonenstatuen.

5. Tag/Do. 12.04.2001: Westtheben

Der von allen sehnlichst erwartete Besuch des Tals der Könige begann bereits sehr früh am Tag, da um diese Jahreszeit tagsüber bereits recht hohe Temperaturen zu erwarten sind. Wir waren ziemlich die erste Reisegruppe, so dass wir bei der intensiveren Besichtigung von drei Grabanlagen mit wunderschönen Wandmalereien deshalb fast alleine waren. Mit zunehmender Wärme ging es anschließend weiter zum Tal der Königinnen, wo ebenfalls ein Grab besucht wurde. Nach kurzer Fahrt erreichten wir den Hatschepsuttempel, 1997 Schauplatz eines Attentats auf Touristen mit 62 Toten. Er wurde ebenso wie fast alle öffentlichen Plätze in Ägypten von einer größeren Gruppe stark bewaffneter Polizisten in gepanzerten Unterständen bewacht. Auf dem Rückweg nach Luxor besuchten wir noch die Memnonkolosse.

6. Tag/Fr. 13.04.2001: Luxor

Ein Besuch in den Tempelanlagen von Luxor wurde in den Abendstunden durch eine Licht-und Ton-Vorführung im Tempelbereich abgerundet. Die Tempelanlagen erstrahlten in einem geradezu magischen Licht, die Vorführung selbst war sehr beeindruckend.

7. Tag/Sa. 14.04.2001: Esna – Edfu – Kom Ombo

Am Vormittag Besichtigung des Chnum-Tempels in Edna. Dann Weiterfahrt nach Edfu. Besichtigung des nahezu vollständig erhaltenen Horus-Tempels. Weiterfahrt nach Kom Ombur

Die eigentliche Fahrt nilaufwärts ging am Vormittag zunächst nach Esna. Dort wurden wir mit Pferdekutschen zum Chnum-Tempel (auch Khnum-Tempel) und wieder zurück transportiert. An diesem Tempel konnte man gut die mächtige Schlammschicht erkennen, die sich in der Umgebung durch die jährlichen Nilüberschwemmungen im Laufe der Jahre abgelagert hatte. Die noch vorhandenen Gebäudereste liegen ca. 9 m unter dem Straßenniveau der Stadt Esna. In Edfu konnten wir den nahezu vollständig erhaltenen Horus-Tempel besichtigen. Über Nacht machte das Schiff bei Kom Ombo fest.

8. Tag/So. 15.04.2001: Kom Ombo – Assuan

Nach dem Frühstück starteten wir zum Besuch des auf einer Nilterrasse gelegenen Doppeltempels Kom Ombo. Während der Fahrt nach Assuan konnten wir gemütlich im Schiff Mittagessen. Wie immer war das Essen reichlich und ausgezeichnet. In Assuan besuchten wir die Granitsteinbrüche, unter anderem mit dem unvollendeten Obelisken, der noch halb im Felsen „steckt“. Dann ging es weiter zum Assuan-Staudamm. Dort bestiegen wir kleine Boote und führen zur Insel Agilkia. Dort besuchten wir den Philaetempel, der ähnlich wie Abu Simbel wegen des Assuan-Stausees auf diese Insel verlagert wurde.

9. Tag/Mo. 16.04.2001: Flug nach Abu Simbel

Am Vormittag machten wir einen Ausflug mit dem Flugzeug nach Abu Simbel. Wir hatten gedacht, das Ganze läuft mit einer kleinen Maschine ab, aber weit gefehlt. Nach Abu Simbel fliegen regelmäßig wie eine Buslinie große Flugzeuge mit entsprechend vielen Besuchern. Unsere Betreuer jagten uns deshalb fast im Dauerlauf vom Flugplatz zum Tempel, um als Erste da zu sein. Das war auch gut so, denn nach einiger Zeit waren der Platz und die Innenbereiche mit Menschen so überfüllt, dass man nichts mehr sehen konnte.

Zurück in Assuan ging es etwas gemächlicher zu, eine Fahrt auf dem Nil mit Felukken vorbei an der Elephantine-Insel und dem Aga Khan Mausoleum führte uns zur Lord-Kitchener-Insel mit dem sehr sehenswerten Botanischen Garten.

10. Tag/Mo. 17.04.2001: Rückreise ab Assuan

Nach dem Frühstück im Hotel endete mit dem Transfer zum Flughafen von Assuan unsere Ägyptenfahrt bereits. Der Rückflug in die Heimat ging zunächst mit Egypt Air nach Kairo und dann weiter mit Lufthansa nach Frankfurt.

Bilder zum Thema

 


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