Agnesbrücke

Die Agnesbrücke in Nürnberg

Seit dem Mittelalter stellte eine Brücke in der Nähe des Pegnitz-Einflusses in die Stadt die Verbindung von der Großen Insel Schütt zum Lorenzer Ufer her. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde sie zunächst als bedeckte Holzbrücke gebaut. Im Verlauf der folgenden Jahrhunderte änderte sich der Name mehrfach. Teilweise lässt sich dies durch den Aufbau und die Lage der Brücke erklären:

Brücken in Nürnberg

Agnesbrücke (Insel Schütt – Lorenzer Ufer)

Lange Zeit befand sich auf dem Gelände bei der Hinteren Insel Schütt das Wildbad, eine Badeanstalt für die Nürnberger Gesellschaft. Deshalb wurde die Brücke zunächst als „Hölzerne Brücke beim Wildbad“ bezeichnet. Nachdem im 15. Jahrhundert der Heumarkt und die Heuwaage auf die Große Insel Schütt verlagert wurden, nannte man die Brücke „Alte Heubrücke“ oder im Gegensatz zur neueren und aus Stein gefertigten Schuldturmbrücke die „Hölzerne Heubrücke“. Zur Beobachtung des Wasserstandes der Pegnitz wurde Ende des 18. Jahrhunderts dort eine Pegel-Messstelle eingerichtet. Zwischen 1811 und 1894 bekam die Brücke dann aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen auch den Namen „Jagersbrücke“. Offiziell heißt sie seit 1894 „Agnesbrücke“ nach der Frau Albrecht Dürers, Agnes Frey. Im Zweiten Weltkrieg wurde die hölzerne Brückenkonstruktion völlig zerstört und in den Folgejahren durch einen 41 Meter langen Steinbau ersetzte.

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