Fischerstege

Die Fischerstege auf der Schütt

Erste Hinweise auf zwei Stege außerhalb der vorletzten Stadtbefestigung im Bereich der Insel Schütt gibt es seit dem 14. Jahrhundert. Nach einem Plan von Paul Pfinzing vom Ende des 16. Jahrhunderts handelte es sich um überdachte Holzstege. Bis ins 20. Jahrhundert verbanden sie die Große und die Kleine Insel Schütt miteinander und mit der Sebalder Seite der Stadt.

Brücken in Nürnberg

Hoher Steg (ursprünglich Verbindung zwischen Großer und Kleiner Insel Schütt)

Die Kleine Insel Schütt war im Mittelalter durch den Ausbau eines Mühlenkanals für die dort ansässigen unterschiedlichen Mühlen entstanden. Der Fischersteg verband die am sebalder Ufer ansässigen Mühlenanlagen mit der Kleinen Insel Schütt. Diese sind allerdings längst verschwunden. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und im Zuge der Hochwasserregulierung der Pegnitz wurde die kleine Insel, die früher als „Zwischen den Stegen“ bezeichnet wurde, an das Sebalder Ufer angegliedert und der Pegnitzarm zugeschüttet. Untere und Obere Fischergasse wurden zusammengefasst und als Fischergasse neu angelegt. Im Bereich der ehemaligen Kleinen Insel Schütt befinden sich jetzt die Gebäude des Studentenhauses und der Mensa der Uni Nürnberg.

Eine hohe Überdachung war wohl der Grund für den Namen des anderen Holzsteges, der die Große und die Kleine Insel Schütt verband: „Hoher Steg“. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde nur diese Brücke wieder aufgebaut, sie verbindet die Hintere Insel Schütt (ehemals Große Insel Schütt) mit dem Andreij-Sacharow-Platz auf der Sebalder Seite.

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