Heubrücke

Die Heubrücke in Nürnberg

Als eine der ältesten Brücken Nürnbergs führte die Heubrücke als Holzbrücke hinter dem Wehrgang der vorletzten Stadtmauer über den südlichen Pegnitzarm zwischen dem Lorenzer Ufer und der hinteren Großen Insel Schütt. Sie überspannte den südlichen Pegnitzarm vom nicht mehr vorhandenen südlich der Pegnitz gelegenen Frauenschuldturm oder Weibereisen und dem Männerschuldturm, dem Schuldnergefängnis auf der Insel Schütt. Wegen ihrer Lage am Schuldturm war sie als „Schuldturmbrücke“ oder „Brücke bei dem Schuldturm“ bekannt. Als im 15. Jahrhundert der Heumarkt und die Heuwaage vom heutigen Theresienplatz auf die Insel Schütt verlagert wurden, erhielt sie die Bezeichnung „Heubrücke“ oder „Steinerne Heubrücke“. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Holzbau ebenso wie die Spitalbrücke zwischen der Insel Schütt und dem Kirchhof des Heilig-Geist-Spitals durch eine Steinbrücke ersetzt und mehrfach erweitert. Heute ist sie mit der Spitalbrücke verbunden, die beiden Steinbögen unter dem modernen Überbau stammen aus dem 19. Jahrhundert, als die Brücke wegen Baufälligkeit erneuert und wegen des zunehmenden Verkehrs verbreitert werden musste.

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