Steubenbrücke und Franz-Joseph-Strauß-Brücke

Steubenbrücke und Franz-Joseph-Strauß-Brücke in Nürnberg

Brücken in Nürnberg

Steubenbrücke

Die heutige Steubenbrücke hatte Vorläufer im 19. Jahrhundert. Vor der Mitte des 19. Jahrhunderts reichten die Gärten der Familien von Kress und von Haller auf der Wöhrder Wiese von der Ostseite her bis an die Stadtbefestigung zwischen Frauentor und Wöhrder Tor, der Einmündung der Inneren Cramer-Klett-Straße. Diese versperrten den Weg entlang der Stadtmauer in diesem Bereich. Mit dem Aufkommen von Industrie und Handel stieg der Bedarf an Verkehrsverbindungen entlang der Stadtmauer. Der Stadtrat kaufte daher einen Teil der Gärten und baute entlang dem Stadtgraben einen Fahrweg. Dadurch wurde die letzte Lücke im Straßensystem rund um die Nürnberger Innenstadt geschlossen. Allerdings führte der Weg über die Pegnitz, die hier in die Stadt gelangt  und deren zwei Arme die Insel Schütt auf beiden Seiten umfließt. Die zwei steinernen Brückenbauwerke von je 50 Fuß Spannweite wurden unter der Leitung des städtischen Baurats Solger im Jahre 1847 erstellt. Die eine hieß „Steinerne Brücke“, die andere „Schiefe Steinerne Brücke“, da sie um 30 Grad aus der Flucht abwich. Die beiden Brücken wurden zunächst mit dem Namen „Kasemattenbrücke“ bezeichnet, die ursprünglich geplante Benennung nach Theodor von Cramer-Klett bzw. Christoph Wilhelm Seiler war nach langen Diskussionen abgelehnt worden. Im Jahre 1930 wurde sie dann nach dem deutsch-amerikanischen General Friedrich Wilhelm von Steuben umbenannt.

Brücken in Nürnberg

Franz-Josef-Strauß-Brücke (Neue Steubenbrücke)

Nach dem 2. Weltkrieg machte der zunehmende Verkehr eine Erweiterung nötig. Die „Neue Steubenbrücke“ wurde etwas weiter östlich erstellt und nach dem Tod des bayerischen Ministerpräsidenten Strauß im Jahr 1989 in „Franz-Joseph-Strauß-Brücke“ umbenannt. Über sie wird heute der Verkehr in Richtung Norden geführt, über die Steuben-Brücke rollt der Verkehr nach Süden.

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